Unser Wahlprogramm im Stadtbezirk Linden-Limmer zur Kommunalwahl 2026
Unsere Kandidierenden für den Stadtrat
Unsere Kandidierenden für den Bezirksrat
BEZAHLBARER WOHNRAUM
Gegen Leerstand und Zweckentfremdung
Leerstand und Zweckentfremdung stehen im Gegensatz zum benötigten Wohnraum. Deswegen setzen wir uns dafür ein, die Nutzung von Wohnraum im Sinne der von den Grünen auf den Weg gebrachten Zweckentfremdungssatzung (Wohnraum bleibt Wohnraum) zu anderen Zwecken als Dauerwohnen konsequent zu bekämpfen. Ebenso werden wir gegen den Leerstand von Wohnungen vorgehen.
Mietwucher muss noch konsequenter bekämpft werden, dazu haben die Grünen bereits 2025 einen Antrag an die Verwaltung gestellt, einen digitalen Mietenmelder einzurichten. Das Vorhaben soll weiter beschleunigt werden.
Wir setzen uns für einen Milieuschutz, der Luxusmodernisierungen verhindert (Erhaltungssatzung), ein.
Mehr Wohnraum schaffen
Über 45.000 Einwohner*innen leben und wohnen im Stadtbezirk Linden-Limmer. Durch die Wasserstadt Limmer wurde zusätzlicher Wohnraum geschaffen. In anderen Teilen unseres Stadtbezirks wie zum Beispiel in Richtung Lindener Hafen gibt es noch die Möglichkeit für weitere Bauprojekte. Diese müssen in eine nachhaltige und sozial ausgewogene Quartiersentwicklung passen – das heißt bezahlbarer Wohnraum und Bebauung nach nachhaltigen Standards.
Wichtig ist uns dabei, generationenübergreifendes Wohnen zu fördern, Einsamkeit entgegenzuwirken und unterschiedlichen Lebensrealitäten dabei gerecht zu werden durch Wohnungen für Studierende und Familien sowie attraktiven Wohnraum für Senior*innen und von Armut betroffenen Menschen.
Bauen im Bestand - flächenschonend
Ebenfalls wollen wir die Umwandlung ehemaliger Gewerbe- und Industrieflächen sowie Dachböden in Wohnraum unterstützen, um ohne neuen Flächenverbrauch Wohnraum zu schaffen.
KONSEQUENTER UMWELT- UND KLIMASCHUTZ
Für ein lebenswertes Linden-Limmer wollen wir Umwelt-und Klimaschutz fest im Stadtteil verankern. Die zunehmende Klimakrise stellt unseren Stadtteil vor große Herausforderungen – deshalb wollen wir gezielte Maßnahmen ergreifen, um Grünflächen zu sichern, Hitzeschutz zu stärken und nachhaltige Lebensweisen zu fördern.
Ein zentraler Baustein ist mehr Stadtgrün. Wir setzen uns für zusätzliche Straßenbäume, Fassaden- und Dachbegrünung sowie neue „Klimainseln“ im öffentlichen Raum ein. Wir wollen die Biodiversität erhöhen, indem unkompliziert Staudenflächen und Wildblumen angelegt werden. Solche Maßnahmen verbessern nicht nur das Mikroklima, sondern schaffen auch wertvolle Lebensräume für Insekten.
Plätze sollen klimagerecht aufgewertet werden, etwa durch schattenspendende großkronige Bäume, Sitzmöglichkeiten und frei zugängliche Trinkwasserspender. Schattenplätze sollen bewusst mit Aufenthaltsorten kombiniert werden, damit Menschen sich ausruhen und im Alltag kurze Pausen einlegen können.
Darüber hinaus möchten wir erfolgreiche Konzepte aus anderen Städten übernehmen. Ein Beispiel sind die sogenannten Parklets, wie zum Beispiel in Limmer – kleine, gemeinschaftlich gestaltete Aufenthaltsorte im Straßenraum, die Nachbarschaften stärken und gleichzeitig an besonders heißen Tagen Menschen zum Verweilen einladen.
Wir wollen gemeinschaftliche Initiativen wie Repair-Cafés, Kleidertausch, Upcycling-Projekte, Nachbarschaftsgärten und Urban Gardening oder Bildungsangebote zum Thema Umweltbildung fördern.
VERKEHRSPOLITIK: SICHER – KLIMAFREUNDLICH - LEBENSWERT
Mehr Platz für Menschen statt Autos
Wir wollen Linden-Limmer zu einem Stadtbezirk machen, in dem sich Menschen sicher und gerne bewegen. Superblocks nach dem Vorbild Barcelonas können Durchgangsverkehr reduzieren und Quartiere lebenswerter machen. Die autofreie Limmerstraße soll konsequent umgesetzt werden. Auch der Lindener Marktplatz soll als zentaler Stadtplatz für Märkte und Stadtleben weiterentwickelt werden.
Sichere Wege zu Fuß
Zu Fuß unterwegs zu sein muss sicher und angenehm sein. Deshalb setzen wir uns für bessere Querungsmöglichkeiten, abgesenkte Bordsteine, freie Gehwege und kurze Ampelwartezeiten ein – etwa am Küchengarten oder am Schwarzen Bären. Sichere Schulwege sowie Verbesserungen der Barierefreiheit gehören ebenso dazu.
Starker und gut angebundener Nahverkehr
Ein leistungsfähiger ÖPNV ist zentral für klimafreundliche Mobilität. Perspektivisch unterstützen wir neue Verbindungen wie eine Ringlinientrasse zwischen Seelze, Ahlem und Linden-Limmer sowie neue Busverbindungen im Stadtbezirk, auch die Prüfung einer Seilbahn von der Wasserstadt bis in die Nordstadt sollte mit Bürgerbeteiligung zu einer guten Anbindung neuer Quartiere wie der Wasserstadt Limmer überprüft werden. Wir treiben den barrierefreien Ausbau des Nahverkehrs zügig voran.
Mehr Platz fürs Fahrrad
Radfahren muss sicher, komfortabel und selbstverständlich sein. Wir wollen neue Fahrradstraßen, Velorouten auf stark genutzten Strecken, sichere Radwege, bessere Querungen und mindestens 100 neue Fahrradstellplätze – auch für Lastenräder.
Gerechter Umgang mit Parkraum
Der öffentliche Raum gehört allen. Deshalb unterstützen wir Anwohner*innenparken, eine faire Parkraumbewirtschaftung und konsequente Kontrollen gegen Falschparken. Lieferzonen für Handwerk und Lieferdienste helfen, den Verkehr zu ordnen und Gehwege zu entlasten.
Verkehrsberuhigte Straßen und mehr Sicherheit
Auf wichtigen Straßen wie der Wunstorfer Straße, der Fössestraße oder der Harenberger Straße fordern wir Tempo 30. Mehr Tempokontrollen und bessere Verkehrsüberwachung sollen für mehr Rücksicht im Straßenverkehr sorgen.
Zukunft des Westschnellwegs
Wir unterstützen die Forderungen des Bürgerrates zur Modernisierung des Westschnellweges und dabei ist es uns wichtig, dass die Klimaziele, die Anpassung an den Klimawandel, sowie der Umwelt- und Naturschutz möglichst gering beeinträchtigt werden.
Unser Ziel:
Ein Stadtbezirk, in dem sich alle sicher, klimafreundlich und bequem bewegen können – zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Bus und Bahn oder wenn nötig mit dem Auto.
FÜR EIN SOZIALES MITEINANDER
Eine lebendige Stadtteilkultur
Linden-Limmer ist ein lebendiger Stadtbezirk und das wollen wir stärken, indem wir die Stadtteilkultur fördern und niedrigschwellige Begegnungsorte schaffen. Dazu gehört ein starkes Freizeitheim Linden, in dem generationenübergreifende Bildungs- und Beratungsangebote Platz finden, genauso wie unbetreute/ freie Angebote. Initiativen und Nachbarschaftstreffs erhalten hier eine Möglichkeit, sich zu treffen. Wir wollen Einsamkeit aktiv durch Angebotsstrukturen entgegentreten. Wir setzen uns für ein Stadtteilzentrum Linden Süd ein und damit für die Sanierung des Allerweges.
Familie, KiTa, Schule
Hannover ist eine familienfreundliche Stadt. Daher werden die Investitionen in Schulen wie die IGS Linden und die Humboldtschule in Linden Süd vorangetrieben und auch für die verlässliche Versorgung für die Kleinen in Kitas und Krippen wird gesorgt.
Guter Öffentlicher Raum
Mehr Begegnungsorte schaffen
An öffentlichen Orten finden Austausch und Begegnung statt. Beispielsweise kommen an Tischtennisplatten wie am Pfarrlandplatz Menschen zusammen. Wir brauchen mehr dieser konsumfreien Orte im öffentlichen Raum für eine generationenübergreifende Nachbarschaft. Niedrigschwellige Beteiligungsangebote stärken lokale Demokratie und Engagement. Insbesondere auch für Jugendliche werden Begegnungsräume benötigt, indem beispielsweise für Freiflächen Mobiliar entwickelt wird, das zum Verweilen und zum Austausch einlädt. Bestehende Spielplätze im Stadtbezirk werden verbessert und familienfreundlich gestaltet. Auch inklusive Spielplätze entstehen.
Flüsse sollen besser für Naherholung erlebbar werden, mehr Zugänge zu Ihme & Leine, Flussbadestellen, mehr Ufer nahe Sitzgelegenheiten wie Landschaftsliegen, damit werden lebenswerte Freiräume für alle geschaffen.
Sicherheit und Lebensqualität
Wir setzen uns für sichere Wege für alle ein durch eine bessere und hellere Beleuchtung der Gehwege und mehr Sauberkeit und Pflege im öffentlichen Raum. Für stellenweise auftretende Lärmprobleme sollen gute Lösungen gefunden
Dr. Daniel Gardemin
Listenplatz 1
Beruf: Il Fenomeno
Dafür will ich mich in Hannover einsetzen
Ich setze mich für ein soziales, nachhaltiges und vielfältiges Hannover ein, in dem bezahlbares Wohnen, starke Quartiere und gesellschaftlicher Zusammenhalt im Mittelpunkt stehen. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit ist die konsequente Umsetzung der Verkehrswende, die Förderung von Stadtgrün und Klimaschutz sowie eine nachhaltige Stadtentwicklung. Ebenso ist mir wichtig, Hannover als offene, internationale und kulturell starke Stadt zu gestalten, in der Teilhabe, Vielfalt und gute Lebensqualität für alle Menschen selbstverständlich sind.
Ina Birk
Listenplatz 2
Dafür will ich mich in Hannover einsetzen
Ich setze mich für eine konsequente und alltagsnahe Verkehrswende ein, die sichere Wege für Radfahrende und Fußgänger*innen schafft und den öffentlichen Raum gerechter verteilt. Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf einer nachhaltigen Stadtentwicklung, die Fachwissen aus der Praxis mit sozialer und feministischer Stadtpolitik verbindet. Dabei ist es mir wichtig, Hannover lebenswerter, sicherer und zukunftsfähig zu gestalten und gute Mobilität für alle Menschen im Alltag erlebbar zu machen.
Lasse Schwarz
Listenplatz 3
Beruf: Il Fenomeno
Dafür will ich mich in Hannover einsetzen
Ich bin in Linden-Limmer geboren und aufgewachsen und möchte die nächste Legislaturperiode den Stadtbezirk mitgestalten. Besonders am Herzen liegt mir dabei die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen verbunden mit einer sozialen und grünen Stadtentwicklung.
Anna Weyand
Listenplatz 4
Dafür will ich mich in Hannover einsetzen
Mir liegt es am Herzen, dass die Perspektive von Müttern in der Kommunalpolitik sichtbar wird. Deshalb kandidiere ich für den Bezirksrat und Stadtrat - für eine bessere Fahrradinfrastruktur, für sichere Radwege und für eine kinderfreundliche Infrastruktur.
Martin Peter
Listenplatz 5
Beruf:
Dafür will ich mich in Hannover einsetzen
Ich engagiere mich für Gerechtigkeit, Demokratie sowie den Erhalt der Lebensgrundlagen künftiger Generationen. Hannover muss eine soziale Stadt sein, die allen Menschen diskriminierungsfrei ein Zuhause bietet. Mein politischer Schwerpunkt ist ein gerechtes, durchlässiges Bildungssystem, von Krippe, über die Kita und Schule, um auf unterschiedlichen Wegen gute Abschlüsse zu ermöglichen.
Renee Steinhoff
Listenplatz 6
Dafür will ich mich in Hannover einsetzen
Für Hannover liegen mir eine solide Haushaltslage, zukunftsfähige Mobilität, bezahlbares Wohnen und soziale Gerechtigkeit am Herzen. Besonders wichtig sind mir Altersarmut, Gesundheitsvorsorge für Menschen mit geringem Einkommen sowie Wohnraum für alle. Gerne möchte ich dazu mit grüner Politik beitragen.
Uwe Lehmensiek
Listenplatz 7
Dafür will ich mich in Hannover einsetzen
Mein Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Lebensqualität im Quartier, ich möchte die Verkehrswende fördern und die Möglichkeiten der Mobilität zu Fuß und mit dem Fahrrad verbessern. Ich setze mich dafür ein, dass Natur geschützt und Grünflächen erhalten bleiben.
Maren Weist
Listenplatz 8
Dafür will ich mich in Hannover einsetzen
Ich bringe den Samba in die Landeshauptstadt