Pressemeldung des Stadtverbands: Mehr Platz für Rad- und Fußverkehr

  • Veröffentlicht am: 16. April 2020 - 11:39

Zusammenhalten – nicht zusammenrücken

Die aktuelle Situation hat zu einem geänderten Mobilitätsverhalten geführt. Der Öffentliche Nahverkehr fährt nur eingeschränkt, der Autoverkehr ist um 50 Prozent zurückgegangen. Der Verkehr hat sich auf die Rad- und Fußwege verlagert. 

Dazu erklärt Gisela Witte, Vorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Stadtverband Hannover:

„Es ist toll zu sehen, wie Hannover zusammenhält, um die Risikopatient*innen zu schützen und die Ausbreitung von Covid19 zu verlangsamen. Leider kommt es durch die geänderten Verkehrsströme dazu, dass die Menschen an einigen Stellen immer wieder zu eng zusammenrücken. Viele Autospuren sind bei dem aktuell gesunkenen Verkehrsaufkommen weit unterdurchschnittlich ausgelastet, das Gedränge auf Rad- und Fußwegen hingegen potenziell gefährlich. Dies gilt beispielsweise bei Baustellen an der Marien- und Hildesheimer Straße sowie an besonders beliebten Spazierwegen am Rudolf-von-Benningsen-Ufer oder der Waldchaussee in der Eilenriede.

Die Deutsche Umwelthilfe und der ADFC hätten Vorschlage für mögliche Reaktionen auf diese Situation gemacht. Die GRÜNEN bitten die Stadtverwaltung bei einer schrittweisen Lockerung der Coronaregelungen um Prüfung und Umsetzung der kurzfristig möglichen Maßnahmen. Dies könne gegebenenfalls zunächst nur provisorisch und befristet geschehen. Vorrangiges Ziel sei, auch bei wieder anlaufendem Berufs- und Freizeitverkehr für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen das Abstandsgebot umsetzen zu können. Eine Rückkehr zum Verkehrsverhalten vor der Krise sei allein aus Infektionsschutzgründen unabsehbar. Deshalb seien entsprechende Schritte notwendig.