Richard Heise neuer Stadtverbandssprecher: Wechsel im Grünen Stadtvorstand

  • Veröffentlicht am: 26. April 2017 - 18:50
© Grüne Hannover, Foto: Elke Wohlfahrt

Auf ihrer Mitgliederversammlung wählten die Hannoveraner Grünen jüngst einen neuen Sprecher und eine neue Schatzmeisterin. Grund dafür war der Rücktritt von Daniel Gardemin und Barbara David. Gardemin ist auch im Rat der Landeshauptstadt vertreten. Als Stadtverbandsvorsitzender verhandelte er die Partnerschaft mit SPD und FDP. Er gilt als einer der Architekten der Partnerschaft und wird auch von SPD und FDP für sein Verhandlungsgeschick hoch geschätzt. Nach der erfolgreichen Haushaltsverabschiedung, als erste Bewährungsprobe der Partnerschaft, will sich Daniel Gardemin nun voll auf die Fraktionsarbeit konzentrieren. „Die Trennung zwischen Parteiamt und Ratsmandat ist mir sehr wichtig!“ begründet er seinen Entschluss. Die bisherige Schatzmeisterin Barbara David möchte sich nach langen Jahren in dieser Rolle nun auf andere politische Aktivitäten konzentrieren. „Mir ist der Einsatz für soziale Gerechtigkeit besonders wichtig. In meinem ehenamtlichen Engagement möchte ich mich hierauf konzentrieren." Die „Neuen" heißen Richard Heise und Claudia Wilke. Heise, der 28 jährige Politikwissenschaftler, ist der neue Stadtvorstandssprecher. Als Aktiver aus seiner Stadtteilgruppe und damit nah an den Einwohner*innen ist Heise die Bürgerbeteiligung besonders wichtig. "Die Leute sollten sich sicher sein können, dass ihre Anregungen auch berücksichtigt werden“ so Heise. Er wurde mit großer Mehrheit als neuer Stadtverbandssprecher gewählt. Claudia Wilke, beruflich im Bereich Jugend und Familie tätig, ist langjährige Grüne und war auch bereits im Rat der Landeshauptstadt aktiv. In den letzten Jahren konzentrierte sie sich auf Beruf und Familie. "Nun möchte ich mich wieder aktiv in der Partei einbringen und mich neben den Stadtverbandsfinanzen besonders für Kinder, Jugend und Familie einsetzen.“ so Wilke. Die neue Schatzmeisterin wurde mit einem 100prozent Ergebnis gewählt.

Die Grünen beschäftigten sich zudem mit einem offenen Brief der Hannoveraner Gewerkschaften, GEW, IG Metall und Verdi an die Bundesvorsitzenden der SPD, Grüne und Linke mit dem Titel "Perspektive für mehr soziale Gerechtigkeit und eine neue Sicherheit der Arbeit". Der Stadtverbandsvorstand warb ausdrücklich für die Unterstützung der dort genannten Forderungen, welche in die Parteiprogramme Eingang finden sollen. Es geht zum Beispiel um ein gerechteres Steuer- und Gesundheitssystem, Stärkung der Arbeitnehmerrechte und eine vor Altersarmut schützende Rente.