Luftreinhaltung: Grüne fordern die Umsetzung alternativer Verkehrskonzepte für Hannover

  • Veröffentlicht am: 13. November 2017 - 10:13
Barbara Wyborny, Foto: Dierk Schneider

Die Luftqualität in Hannover beeinträchtigt die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger. Insbesondere Kinder und Menschen mit Lungenerkrankungen leiden unter den Schadstoffen, für die hauptsächlich Dieselfahrzeuge verantwortlich sind.

Vor diesem Hintergrund teilen Gisela Witte und Richard Heise, Sprecher*innen des Stadtverbandes mit:

„Wir fordern die rasche Umsetzung alternativer Verkehrskonzepte zur Verbesserung der Luftqualität. Auch wenn die Stadt bereits einige Schritte getan hat, etwa zur Förderung des Radverkehrs, muss sie sich noch deutlicher dem Ziel einer echten Verkehrswende verschreiben. Nur durch ein sinnvolles Maßnahmenbündel lassen sich die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer*innen und Bewohner *innen der Stadt vereinbaren.

Wir unterstützen den Oberbürgermeister in seiner Forderung nach der blauen Plakette und Nachrüstungen von Diesel-PKW, wie es auch in der Reaktion auf die Klage der DUH angekündigt wurde.

Allerdings geben wir uns nicht mit einschränkenden Maßnahmen und Verboten zufrieden. Hannover braucht ein breites Angebot alternativer Formen der Mobilität. Viele Vorschläge dies zu erreichen, sind bereits in der Diskussion, wir drängen nun auf eine rasche Umsetzung. Daher arbeiten wir darauf hin, mehr Radfernwege zu bauen und mehr Parkmöglichkeiten für Fahrräder zu bieten. Wir benötigen mehr Carsharing-Plätze, kombiniert mit E-Ladestationen. Durch Park+Ride-Anlagen wollen wir den Umstieg auf den ÖPNV fördern.

Zur Verbesserung der Luftqualität und der Erhöhung der Verkehrssicherheit gleichermaßen fordern wir zudem die Teilnahme am Modellprojekt Tempo-30 des Landes Niedersachsen auf möglichst vielen Straßen in der Innenstadt.“