In Bezug auf den geplanten Neubau des Fössebades in Linden-L: Für eine familienfreundliche Ausrichtung der Schwimmbäder in Misburg und Linden-Limmer

  • Veröffentlicht am: 19. Mai 2017 - 18:28
Richard Heise, Vorsitzender des Stadtverbandes © Grüne Hannover

Wir begrüßen das Konzept, in Misburg ein neues Bad mit Kinderbecken, Sauna und Lehrschwimmbad zu errichten, das auch den zukünftigen Anforderungen an den Schul- und Vereinssport gerecht wird.  Die Beteiligung der Bürger*innen des Stadtteils sollte zudem im aktuellen Planungsprozess noch stärkere Berücksichtigung finden.
Eine familienfreundliche Ausrichtung fordern wir auch für den Neubau des Fössebades in Limmer. Die im Mai 2016 durchgeführte Bürger*innenbeteiligung ergab einen deutlichen Bedarf nach einem Erhalt des Charakters als Bad mit Ausrichtung auf die Bedürfnisse von Familien und Jugendlichen. Dies schließt auch ein Außenbecken mit dazugehöriger Rasenfläche ein. Vor dem Hintergrund, dass sich die Bevölkerungszahl in Limmer durch die Errichtung der Wasserstadt um über 50% erhöhen wird, liegt der Bedarf nach einem solchen Angebot auf der Hand und kann nicht allein durch das Volksbad Limmer gedeckt werden.
Eine mögliche Umnutzung von Teilen des Grundstückes darf nur erfolgen, wenn daraus ein klarer Vorteil für die Situation der ansässigen Bevölkerung erwächst. Der Bau einer Kindertagesstätte würde dies unserer Meinung nach erfüllen.
Auch bietet der aktuelle Entwurf keine befriedigende Perspektive für das Veranstaltungszentrum Béi Chéz Heinz im Untergeschoss des aktuellen Fössebades, das ohne die Unterstützung öffentlicher Gelder eine feste Größe im kulturellen Angebot Linden-Limmers darstellt. Wir fordern einen Teilerhalt des ursprünglichen Gebäudes des Fössebades, um dem Béi Chéz Heinz einen Verbleib zu ermöglichen.
Die geplante Ausrichtung des Fössebades mit Fokus auf den professionellen Wettbewerbssport räumt diesem Anliegen der Bürgerinnen und Bürger im Stadtbezirk keinen ausreichenden Stellenwert ein. Ein zukunftsträchtiges Konzept, das ein familiengerechtes Schwimmangebot mit den Bedürfnissen der Sportvereine verbindet und die gegenseitige Akzeptanz sicherstellt, muss die berechtigten Anliegen aller Beteiligten in einem stärkeren Maße berücksichtigen, als dies aktuell der Fall ist.